Paulus Weckerle, Wilzhofen, Deutschland
In meiner Praxis haben etwa 60% der Patienten einen symptomatischen Magnesiummangel, einige Prozent sind schwer krank. Etwa einer von 1000 Patienten erreicht oral nur eine unzureichende Zufuhr und ist auf eine parenterale Zufuhr angewiesen. Die schwerwiegendsten Symptome des Magnesiummangels werden durch die unzureichend kontrollierte Ausschüttung von Adrenalin ausgelöst.
Für die Diagnosestellung und für die Beurteilung des Behandlungserfolges hat sich ein spezieller Fragebogen gut bewährt. Dieser ermöglicht die spezifischen Mangelerscheinungen zu erkennen und den weiteren Verlauf einzuschätzen.
Für Magnesium wird eine tägliche Zufuhr von 300 – 400 mg empfohlen. Bei einem akuten Mangel kann dieser Wert höher liegen. Wichtige Faktoren bei der Resorption des Magnesiums sind eine ausreichend Vitamin-D-Versorgung und eine eher sparsame Calcium-Zufuhr. Die Behandlung erfolgt durch die orale Einnahme von organischen Magnesiumsalzen. Eine erste Besserung der Symptome ist nach ca. 2-3 Wochen zu beobachten. Danach folgt eine monatelange Erholungsphase. In verzweifelten Fällen kann auch eine subkutane Verabreichung durchgeführt werden. Diese Art der Behandlung ist zwar erfolgreich, aber sehr schmerzhaft und kann mit Veränderungen des Unterhautgewebes verbunden sein. Die Behandlung erfordert Zeit und Geduld.
