Kisters1,2,3,4, S. Kisters3, L. Kisters3, H.G. Classen3, O. Micke3, U.Gröber3,4
1Operasan Dialyse Zentrum, Herne, 2Med. Univ. Poliklinik, Münster, 3Gesellschaft für Magnesiumforschung, Tutzing, 4Akademie für Mikronährstoffmedizin, Essen, Deutschland
Imbalancen im Elektrolythaushalt und Hypertonie sind eng miteinander verknüpft (1). Eine kochsalzarme Ernährung ist bekanntlich von Vorteil bei Hypertonie. Dies wird in den Empfehlungen der Deutschen Bluthochdruckliga (DHL) und der ESH unter der Thematik nicht medikamentöse Therapie der Hypertonie beschrieben. So führt z.B. ein erhöhter Kochsalzverbrauch zu erhöhter Gefäßsteifigkeit, Verminderung der Compliance der großen Gefäße, erhöhter Pulswellengeschwindigkeit, Linksherzhypertrophie und Herzinsuffizienz. Salzsensivität spielt hierbei eine besonders große Rolle. Die European Society of Hypertension (ESH) empfiehlt daher die tgl. Kochsalzzufuhr unter 6 g, ebenso die Deutsche Hochdruckliga und die American Society of Hypertension.
Der tägliche Kaliumbedarf liegt bei 4000 mg oder ca. 220 mmol/l, für Magnesium gilt die Empfehlung von 300 – 400 mg tgl. Der Magnesiumreferenzbereich im Serum ist nach der neusten Empfehlung der internationalen Magnesiumgesellschaften mit 0,85 – 1,2 mmol/l angeben (2). Magnesium wirkt hier als Calciumantagonist bei Hypertonie (3).
Mediterane Kost, kalium- und magnesiumreich, wird daher von der DHL und ESH empfohlen, unter Berücksichtigung der Nierenfunktion.
Calcium und Phosphat spielen bei den Therapieempfehlungen zur Behandlung einer Hypertonie nur eine untergeordnete Rolle.
Interaktionen mit Vitaminen sind ebenso von zunehmendem Interesse, dies gilt insbesondere für Vitamin D und Magnesium (4,5).
Literatur
- Frank J, Kisters K, Stirban OA, Obeid R, Larkowski S, Wallert M, Egert S, Podszun MC, Eckert GP, Pettersen JA, Venturelli S, Classen HG, Golombek J. The role of biofactors in the prevention and treatment of age-related diseases. Biofactors. 2021; 47: 522-550.
- Micke O, Vormann J, Kraus A, Kisters K. Serum magnesium: time for a standardized and evidence-based reference range. Magnes Res. 2021; 34(2): 84-89
- Kisters L, Gröber U, Kisters K. Increased ionized calcium/magnesium ratio in elderly hypertensives. Magnes Res. 2024; 37(4): 203-204.
- Kisters K, Kisters L, Werner T, Deutsch A, Westhoff T, Gröber U. Increased serum vitamin D concentration under oral magnesium therapy in elderly hypertensives. Magnes Res. 2020; 33: 131-132.
- Kisters S, Kisters K, Werner T, Vormann J, Tokmak F, Westhoff T, Gröber U, Predel HG, Reuter H. Positive effects of magnesium supplementation in metabolic syndrome. Int J Clin Pharmacol Ther. 2024; 62: 569-578.
